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Recht auf Reparatur

Right to Repair

Elektronischen Geräten das längstmögliche Leben schenken

Zu hohe Kosten oder keine Möglichkeit, das Handy zu reparieren. Viele defekte Smartphones landen aufgrund mangelnden Alternativen im Müll – eine Verschwendung wertvoller Ressourcen und hohe Kosten für die Umwelt. 

Das muss nicht sein, findet die “Right to Repair”-Bewegung. Auf Gesetzesebene will sie Herstellende dazu verpflichten, dass alle elektronische Geräte einem Standard entsprechen müssen und deren Einzelteile ausgetauscht werden können. Gleichzeitig sollen die Anleitungen für eine Reparatur bereitgestellt werden. Indem Smartphones und co. repariert werden können, wird Elektroschrott vermieden und deren Nutzungsdauer verlängert. Niemand sollte ein Handy wegwerfen müssen, nur weil es nicht mehr funktioniert.

Laut einer Studie von Greenpeace möchte über 75% der Schweizer Bevölkerung die Möglichkeit haben, ihre Geräte zu reparieren. Daher fordert das NGO, dass der Zugang zu Services verbessert wird, um Reparatur preiswerter zu gestalten und elektronische Geräte länger benutzen zu können. Das würde sich positiv auf die Umwelt auswirken: Wenn ein Smartphone nur ein Jahr länger verwendet wird, kann Europa über zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Dies entspricht in etwa dem jährlichen CO2 Ausstoss von Malta. 

Wie sieht die momentane Gesetzeslage aus?

Seit März 2021 gilt in der EU das Recht zur Reparatur für elektronische Haushaltsgeräte. Dabei sollen Benutzende ihr Gerät mit normalen Werkzeugen selbst reparieren können. Das Gesetz schliesst aber digitale Geräte wie Smartphones nicht mit ein. Gerade diese verbrauchen aber einen grossen Teil wertvoller Ressourcen. 

Laut einer Studie des Unternehmens “Clear it Waste” des Jahres 2019 produziert die Schweiz jährlich 51.5 kg Elektroschrott pro Person. Vor allem für die Umwelt ist das schmerzhaft, denn nur ein Drittel von diesem wird recycelt. Und dabei können viele Bestandteile nicht effektiv zurückgewonnen werden. Statt noch mehr Abfall zu verursachen, will die “Right to Repair”-Bewegung sicherstellen, dass die Ressourcen in Kreisläufe fliessen und wiederverwendet werden. Produkte von heute werden zu Rohstoffen von morgen, da ihre Einzelteile weiterhin benutzt werden können. 

Haben wir nicht schon ein Recht zur Reparatur?

Obwohl es nicht gesetzeswidrig ist, sein Gerät zu reparieren, gibt es keinen Rahmen, der sicherstellt, dass wir das können. Hersteller:innen bestimmen den Zugang zu Ersatzteilen und dem Know-How zur Reparatur und heben dabei die Preise. Viele Konsumierende kaufen daher lieber neue Produkte, da sie denken, dass die Qualität besser ist. Hier will die Bewegung zeigen, dass reparierte Geräte gleich gut wie neue und zudem nachhaltig sind, da keine Ressourcen verschwendet werden. Dazu muss eine Reparatur günstiger als ein neues Gerät sein und der Zugang für nicht-lizenzierte Werkstätte erleichtert werden. 

Wird die Reparatur der elektronischen Geräte erschwert?

Viele Geräte werden so hergestellt, dass sie nicht reparierbar sind, besondere Einzelteile verwendet oder für eine Reparatur bestimmte Vorgaben erfüllt werden müssen. Durch Warnmeldungen, Garantieverlust und eingeschränkten Zugang werden wir gezielt von Reparaturmöglichkeiten abgehalten. So oder so profitieren im Moment Herstellende und zertifizierte Werkstätte. Entweder verlangen sie bei einer Reparatur mehr Geld oder können direkt ein neues Produkt verkaufen. Ein Recht zur Reparatur bewirkt, dass jeder Zugang zu den nötigen Ersatzteilen und Informationen hat und nicht schlechter gestellt wird als autorisierte Dienstleistende. 

Weshalb ist das Recht zur Reparatur notwendig?

Der Abbau seltener Erden und Metalle, die im Smartphone sind, belastet Mensch und Umwelt. Auf den indonesischen Inseln zeigen sich die Folgen besonders eindrücklich: Regenwälder sind verschwunden und das Wasser um die Inseln verschmutzt. Der Global E-Waste Monitor geht davon aus, dass bis 2030 der weltweite Elektroschrott 74 Mio. Tonnen erreichen wird – mehr als doppelt soviel wie heute. Ohne eine Umstellung auf die Kreislaufwirtschaft wird die EU ihr Ziel, bis 2050 emissionsfrei zu sein, nicht erreichen.

Das Recht zur Reparatur soll den CO2-Ausstoss der Geräte verringern, die Menge an Elektroschrott reduzieren und die Natur nachhaltig schützen. Ende 2021 ist das Recht zur Reparatur vor die EU-Kommission gelangt und soll voraussichtlich 2023 in Kraft treten. Dabei werden sowohl Smartphones, wie auch deren Zubehör wie Ladekabel und Kopfhörer eingefasst. Wenn dies geschieht, stehen die Chancen gut, dass es auch in der Schweiz übernommen wird. 

Was kannst du tun?

Wie die Greenpeace-Studie gezeigt hat, ist für viele Verbrauchende das Recht zur Reparatur – vor allem der erleichterte Zugang und preiswertere Angebote – sehr wichtig. Seit einiger Zeit existieren in der Schweiz Repair-Cafes. Dort kannst du defekte Geräte von Profis reparieren lassen. Gemeinsam mit der “Right to Repair”-Bewegung will Greenpeace erreichen, dass reparierbare Produkte gefördert und der Zugang zu Ersatzteilen und Informationen erleichtert wird. In der Petition will sie diese Voraussetzungen gesetzlich verankern und die Reparierbarkeit unterstützen.

Willst du diese Petition auch unterstützen? Dann klicke auf den Link und unterschreibe sie. Gemeinsam für mehr #circulareconomy in der Schweiz!

Quellen:

Recht zu Reparieren
Reparierbarkeitsindex für elektronische Geräte?
Mehr Tempo beim Recht zur Reparatur
Der Traum vom Zehnjahre-Handy
Programmierte Hürden der Handy-Hersteller
Verbraucher schützen
Handylobby gegen das Recht zur Reparatur
Schweizer Industrie frustriert
Was das Recht auf Reparatur bringen soll
EU Recht auf Reparatur
Verpflichtung der Hersteller
Right to Repair
Recht auf Reparatur Schweiz
Kreislaufwirtschaft – Recht auf Flicken
Parlamentsdebatte EU zum Recht auf Reparatur
Elektroschrott der Schweiz

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